Antrag Zweite Pensionssäule

Antrag an das Wirtschaftsparlament der
Wirtschaftskammer Salzburg am 20. November 2018

Die Abfertigung Neu für alle Dienstnehmer wurde 2003 und für alle Selbständigen 2008 eingeführt. Diese war eine Weiterentwicklung des alten Abfertigungsmodells, welche jedoch verbesserungsfähig ist. Die Beiträge werden in die Mitarbeitervorsorgekassen (MVK) einbezahlt, welche einen Teil der Gelder täglich verfügbar halten müssen, weil bereits nach drei Jahren Abfertigungsanspruch besteht.

Der kurze Veranlagungshorizont bringt langfristig hohe Verluste mit sich. Das „Rucksackprinzip“, die Weiterveranlagung des erworbenen Anspruchs, um zum Zeitpunkt des Pensionsantritts eine zweite Pensionssäule angespart zu haben, wird mit der derzeitigen Regelung nicht gefördert. Damit im Interesse der MVK-Kunden eine wesentlich höhere Performance erzielt werden kann, müsste man jedoch auf Basis einer längeren Behaltedauer ein langfristigeres Veranlagungskonzept umsetzen. Zu diesem Zweck müsste die derzeitige Möglichkeit der vorzeitigen Entnahme gestrichen werden.

Die unterfertigten Delegierten stellen daher folgenden Antrag:

Die Wirtschaftskammer Salzburg fordert im Wege der Wirtschaftskammer Österreich die Bundesregierung auf, die „Abfertigung neu“ für Arbeitnehmer und für Selbständige zu einer echten, ausschließlich 2. Pensionssäule zu gestalten und die Möglichkeit der vorzeitigen freien Entnahme aus den Vorsorgekassen zu streichen, um den Bezugsberechtigten zum Zeitpunkt ihres Pensionsantrittes eine ausreichende zusätzliche Altersvorsorge zu ermöglichen.