Cum-Ex – der größte Steuerverrat aller Zeiten!

 

In Deutschland geht es in der Cum-Ex Steuerverratsgeschichte endlich zur Sache. Prof. Christoph Stengel, Steuerexperte der Uni Mannheim, hat allein für die Jahre 2001 – 2016 einen Schaden von 32 Milliarden Euro errechnet. Rund um den Dividendenstichtag wurden Aktien hin- und hergeschoben. Der Staat zahlte am Ende Steuern zurück, die aber zuvor gar nicht abgeführt wurden. So weit in aller Kürze.

Die deutsche Steuer-Gewerkschaft: Der Skandal weitet sich aus. Die ersten Gerichtsverfahren haben begonnen. Und in Österreich? ÖVP-Finanzminister Lögersprach mit seinem FPÖ-Staatssekretär Fuchs von sage und schreibe 175 Millionen Euro, welche dem Staatssäckel entzogen wurden. Relativierend sein Kommentar: „Wir haben eh 37 Millionen Euro nicht ausbezahlt.“ Werte ÖVP-Finanzminister Schelling, Löger und FPÖ-Staatssekretär Fuchs, wollt ihr die Steuerzahler veräppeln? Offensichtlich ja.

Während mit großem Tam-Tam jedem Klein- und Mittelständler eine Registrierkasse aufgezwungen wurde, haben besagte Herren beim Steuerverrat offenbar versagt.Der Trafikant muss für eine 80 Cent Marke einen Beleg ausdrucken, während die Cum-Ex Beteiligten wegen Unfähigkeit der hiesigen Behörden ungeschoren bleiben.

In Österreich ist zum Unterschied zu Deutschland die Finanz auf Tauchstation. Dafür wurden 500 neue Finanzmitarbeiter zur Kontrolle der Registrierkassenpflicht eingestellt, obwohl der Finanzexperte Univ. Prof. Schneider vorgerechnet hat, dass dabei mit Kanonen auf Spatzen geschossen werde. Im laufenden Wahlkampf wird dieser Skandal nicht einmal angesprochen. Das ist eine politische Bankrotterklärung.

 

Mag. Dorothea Fiedler

Klubobfrau Wirtschaftsliste Salzburg