Fritzenwallner: Doppelmoral bei Europark-Erweiterung

Josef Fritzenfallner
JA zur Ortskernstärkung!

Der rote AK-Präsident Peter Eder fordert in Inseraten die Erweiterung des Europarks, weil dort 300 neue Arbeitsplätze entstehen würden. Allerdings verschweigt er, dass damit in den gewachsenen Ortskernen 900 regionale Arbeitsplätze mit allen bekannten Folgen unwiederbringlich ausgelöscht werden.

Währenddessen hat die rote Gemeinde Hallein mithilfe der FH-Salzburg und dem hiesigen Tourismusverband eine Initiative zur Revitalisierung der Salinenstadt ins Leben gerufen. Die Halleiner Leerstände – das belegen sämtliche Strukturanalysen des Salzburger Einzelhandels, gehen insbesondere auf die bisherigen Europark-Erweiterungen sowie das Designer-Outlet in Wals zurück.

Und die Schwarzen in der Landesregierung, allen voran Wirtschaftsbundmitglied Haslauer, versuchten den Karren der EKZ-Betreiber auf die Überholspur zu bringen. Um das Begehr möglichst rasch durchzuboxen, wurde die Wirtschaftskammer, die in solchen Fällen eine Stellungnahme abzugeben hätte, einfach umgangen.

Wie dramatisch die Lage für die regionale Wirtschaft bereits jetzt ist, zeigt die „Salzburger Initiative JA zur Ortskernstärkung, NEIN zum Ausbau Europark“ von rund 500 Fachgeschäften mit einer Unterschriftenaktion im ganzen Bundesland.

Die offenkundige Doppelmoral von ÖVP und SPÖ läßt einem sprichwörtlich das Geimpfte aufgehen. Mit der Europark-Erweiterung würden im Umkreis von 100 km zusätzlich 70 Millionen Euro abgezogen, dagegen wehren sich jetzt Kaufleute in ganz Salzburg. Die Halleiner Leerstände zeigen die Auswirkungen einer ungezügelten Flächenexpansion auf. Daher ist die geplante 4. Europark-Erweiterung abzulehnen!

Josef Fritzenwallner

Landesobmann Wirtschaftsliste Salzburg – parteifrei und unabhängig