Grünes Licht für EKZ-Erweiterung?

Politik billigt zusätzliche landesweite Zerstörung der Gewerbe- und Gemeindestrukturen durch Kaufkraftabfluss. Alle Parteien in der WK sind dafür, WKS-Verheimlichung gleicht einem „wirtschaftspolitischen Neffentrick“, klare Kante vor Wahlbeginn gefordert!

Salzburg, 27.01.2020

 „Die x-te Europark-Erweiterung ist beschlossene Sache, die Politik hat einmal mehr für die Großkonzerne und gegen den Salzburger Mittelstand und dessen Mitarbeiter entschieden“, empörte sich die Klubobfrau der Wirtschaftsliste Salzburg – parteifrei und unabhängig, Mag. Dorothea Fiedler.

Wie die Salzburger Nachrichten aktuell berichten, seien ÖVP und Neos für die Erweiterung, die Grünen gäben sich noch bedeckt, seitens der Wirtschaftskammer sei ein Stillhalteabkommen durchgesickert, welches wegen der anlaufenden Wirtschaftskammerwahl von 3. Februar bis 5. März einzuhalten sei, dann gäbe es ebenfalls grünes Licht.

Fiedler dazu: „Die allergrößte Frechheit ist, das Ja zur Erweiterung mit der fehlgeschlagenen Ortskernförderung zu begründen. Neos-Landesrätin Klammbauer zeigt mit ihrer „Festl“-Forderung als Ausgleich für die Stadt ihre politische Inkompetenz. Landesweit werden alle Gewerbetreibenden drangsaliert, die Multis dafür hofiert, super Leistung!“

Die Landesregierung ignoriere beharrlich alle unabhängigen Expertisen, wonach ein Arbeitsplatz in einem EKZ drei Arbeitsplätze im ländlichen Raum unwiederbringlich vernichte. Der Einzugsradius des EKZ-Europark belaufe sich auf 150 km, wodurch das Euregio-Abkommen „Keine weiteren EKZ und Outlets“ gebrochen werde.

„Die Wirtschaftsliste Salzburg ist offensichtlich die einzige Vertretung der Salzburger Unternehmer, welche die geplante Erweiterung ablehnt. Hier geht es nicht um Altstadt gegen Europark, sondern um die zusätzliche Zerstörung der ländlichen Gewerbestruktur durch Kaufkraftabzug. Von der Wirtschaftskammer fordern wir klare Kante vor Beginn der WK-Wahl, damit sich die Unternehmer vor diesem „wirtschaftspolitischen Neffentrick“ schützen können und die Erweiterung abwenden können“, mahnte Mag. Dorothea Fiedler von der parteifreien und unabhängigen Wirtschaftsliste Salzburg – Liste 5.“