Landesobmann Fritzenwallner: Offener Brief an WKS-Präsident Buchmüller

Josef Fritzenfallner
Fritzenwallner: Krisensitzung mit allen Wählergruppen überfällig


Der Salzburger Wirtschaftsverband (SWV) deckte in der Vorwoche auf, dass die Entschädigung nach dem Epidemie-Gesetz von den zuständigen BHs nur sehr schleppend bearbeitet wird. Von 12.453 Anträgen wurden 55 Prozent noch immer nicht bearbeitet. Bislang wurden erst 48 Fälle ausbezahlt, wie viele Betriebe überhaupt eine Entschädigung erhalten, sei völlig offen.

Trotz mehrfacher Urgenzen unsererseits fand bis dato seitens der Wirtschaftskammer Salzburg eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Wählergruppen zur Unterstützung der Salzburger Unternhemen nicht statt. Daher erging nachstehende Aufforderung an WK-Präsident Buchmüller.


Sehr geehrter Herr Präsident Komm. Rat Buchmüller!

Die Datenlage des E-Mails von SWV-Präsident Mörwald, welches wir nachrichtlich heute erhalten haben, ist erschütternd.

Bedauerlicher Weise zeigt es, wie sehr die Unternehmen unter der Nichtabwicklung, konkret nach dem Epidemiegesetz, aber auch anderer zugesagter Hilfsleistungen leiden müssen!

Die Verordnungspannen und das verbundene Fiasko ist für die Unternehmen nicht mehr zu überblicken und in vielen Bereichen schwer diskriminierend. Der jüngste Anschlag richtet sich gegen die Bauwirtschaft, welcher für das Arbeiten im Freien eine enganliegende Abdeckung von Mund und Nase vorgeschrieben wurde. Dies könne irgendein Textilstoff sein, welcher jedoch zur Verhinderung der Übertragung des Corona-Virus völlig ungeeignet ist. Dies alles wird vorgeschrieben, um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Indessen lässt die Republik Österreich an Covid-19 schwererkrankte Portugiesen einfliegen, um diese auf den vor Überlastung zu schützenden Intensivstationen zu behandeln. Die Gastronomie und Hotellerie wiederum muss bis auf weiteres geschlossen halten, obwohl sie alle Hygienevorgaben umzusetzen würden. Dieses Tohuwabohu ist nicht mehr zu verstehen.

Der Handel hat heute seine Türen wieder öffnen können. Vor diesem Hintergrund müsste es doch möglich sein – unter Einhaltung der Hygieneregeln, die dringend gebotene Zusammenkunft von den wahlwerbenden Gruppen zu veranlassen, damit wir gemeinsam Forderungen an die Politik erarbeiten können. Denn immer öfter und lauter hört man die Fragen der Unternehmerkollegen, was die Wirtschaftskammer zu deren raschen Unterstützung unternehme.

Dazu brauchen wir Spitzenvertreter der Wählergruppen endlich Antworten und besser noch, eine schon mehrfach geforderte Einbeziehung.

Ich fordere Sie daher dringend auf, ehestmöglich einen Termin für ein Krisengespräch mit allen wahlwerbenden Gruppen zu koordinieren.
Mit freundlichen Grüßen!

Josef Fritzenwallner
Landesobmann