Lehrlingsabgabe

A N T R A G

WIRTSCHAFTSPARLAMENT der WIRTSCHAFTSKAMMER SALZBURG
am 27.04.2004

Die mittelständische Wirtschaft erwirbt sich seit Menschengedenken große Verdienste bei der Lehrlingsausbildung.

Der wirtschaftliche Erfolg Österreichs beruht auch darauf, daß das duale Ausbildungssystem stets für hervorragende Fachkräfteausbildung gestanden ist und auch heute noch steht.

Bei zahlreichen internationalen Wettbewerben erzielten österr. Lehrlinge stets höchste Auszeichnungen. Unbestritten ist aber auch, daß die berufliche Ausbildung und die Berufsbilder jeweils dem aktuellen Stand anzupassen sind. Faktum ist aber auch, daß in nicht so seltenen Fällen die Ausbildungsbetriebe schulische Mängel der Auszubildenden nachholen müssen und damit zusätzliche Lasten bei den Betrieben eintreten.

Trotz des funktionierenden dualen Ausbildungssystems wird immer wieder, insbesondere von linker Seite, eine Art „Verstaatlichung“ des Ausbildungssystems andiskutiert. Jüngste „Stilblüte“ ist die Forderung nach Einführung einer „Ausbildungssteuer“ für jene Betriebe, welche – aus welchen Gründen auch immer – nicht in der Lage sind, Lehrlinge auszubilden. Hiefür können mannigfache Gründe maßgebend sein, wie z. B. – Ein-Mann(Frau)-Betrieb – keine interessierten Lehrlinge – kein Lehrlingsausbildungsberuf (Taxi – Handelsvertreter etc.)

Schon aus diesen wenigen Beispielen wird ersichtlich, wie unsinnig eine derartige neue Belastung ist und vor allem, welch neue Bürokratien hierbei eintreten würden. Es ist daher notwendig, rechtzeitig Alarm zu schlagen und nachdem unter der Regierung Schröder – Fischer in Deutschland dieses Unding eingeführt werden soll, in Österreich rechtzeitig NEIN zu sagen.

Die unterfertigten Mitglieder des Wirtschaftsparlamentes Salzburg stellen daher folgenden

A N T R A G:
Die Einführung einer Lehrlingsabgabe (Lehrlingssteuer) für Betriebe, welche nicht in der Lage sind Lehrlinge auszubilden, wird vom Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Salzburg entschieden abgelehnt.

 WP-Del.                                                                                        WP-Del.
Komm. Rat Gerhard Höggerl                                                     Mag. Dorothea Fiedler

Salzburg, 2004-03-31