Anträge der Wirtschaftsliste Salzburg

Luxemburger Modell: Antrag an das Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Salzburg am 25. November 2014

Vollständiger Antrag

Die Einführung des so genannten Handwerkerbonus ist als fehlgeschlagen zu bewerten. Die Verwaltung und gängige Praxis ist an Bürokratie und Umständlichkeit kaum zu überbieten, weshalb die erwünschte Wirkung – Bekämpfung der Schattenwirtschaft und Impuls für die Bauwirtschaft, nicht erreicht worden ist. Auch wird eine Verdoppelung der Förderungen den gewünschten Effekt nicht erbringen, der Verwaltungsaufwand würde sich nicht reduzieren.

Viel einfacher und effizienter hingegen wäre die Einführung des Luxemburger Modells, das ist eine unlimitierte Rückvergütung der gezahlten Umsatzsteuer auf Handwerkerleistungen. Diese Regelung wird in Luxemburg seit Jahrzehnten erfolgreich angewandt und könnte hierzulande nicht nur die gesamte Bauwirtschaft beleben sondern gleichzeitig die Schattenwirtschaft massiv eindämmen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass Luxemburg seine Umsatzsteuersätze mit Wirksamkeit 1. Jänner 2015 um zwei Prozent erhöht. Das betrifft den normalen Steuersatz von 15 Prozent, sowie die reduzierten Sätze von zwölf und sechs Prozent bspw. auf Reparaturarbeiten. Der „superreduzierte“ Umsatzsteuersatz von drei Prozent (Nahrungsmittel, Arzneien, Gastronomie-Dienstleistungen) ist davon ausgenommen.

Die Bundesregierung ist daher gefordert, die völlig überteuerte Förderung des Handwerkerbonus in ein leicht administrierbares Modell wie in Luxemburg umzuwandeln. Damit wäre den Bauherren, der Bauwirtschaft und den Mitarbeitern gedient, die Schattenwirtschaft bekämpft und sogar höhere Steuereinnahmen garantiert, wie der angesehene Univ.-Prof. Dr. Schneider mehrfach vorgerechnet hat. Deshalb wäre eine Ausweitung dieses Modells auf alle Dienstleistungsbranche ein Gebot der Stunde.

Die unterfertigten Delegierten stellen daher folgenden Antrag:

Das Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Salzburg möge beschließen, die Bundesregierung im Wege der Wirtschaftskammer Österreich aufzufordern, ein Modell zur Einführung einer unlimitierten Umsatzsteuerrückvergütung i.dH. von 15 Prozent auf sämtliche Handwerker-, Dienstleistungs- und Reparaturarbeiten zu veranlassen.

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