Offener Brief an die katholische Aktion!

Sehr geehrte Damen und Herren!

Den Medien habe ich in entnommen, dass Sie sich Sorgen machen um die Mönchsberg-Garage. Um die Garagenerweiterung in selbigem Hausberg. Eigentlich dürfte man erwarten, dass sich die Katholische Aktion zum Beispiel um die um sich greifende Altersarmut und Kinderarmut, um das immer dringender werdende Wohnungsproblem und andere wichtige soziale Aufgaben verstärkt annehmen würde.

Jeder halbwegs Wissende ist informiert, dass sich eine lebendige Altstadt nicht mit zugeklebten Auslagenscheiben und als Disneyland darstellen sollte. Mit ein paar Museumswärtern (ehemalige Kaufleute) und vielleicht einigen Wettbüros ausgestattet.
Wenn sich einige, wenige Garagengegner auch um den Verkehrswahnsinn zu den Einkaufszentren Sorgen machen würden, wäre der Glaubwürdigkeit gedient.
Aber wieder zurück zu den „Sorgen“ der Katholischen Aktion: mir ist nicht bekannt, wie weit zum Beispiel die über 4200 Gratisparkplätze im Europark bei Ihnen zum Nachdenken gereichten.

Aber jetzt wird ja alles besser, in dem mit einer Rosstäuscherei ohnegleichen die Autobahnmaut dorthin gekippt wurde. Nach dem Beschluss im Nationalrat haben die EKZ-Betreiber schon frohlockt: Oh du fröhliche, oh du selige …

Jetzt haben die Kauflustigen (von einem Einzugsbereich von zwei Kfz-Stunden und Werbemessung gesprochen) alle Scheunentore offen.

Für wie blöd werden die Bürger verkauft? Taxham, Liefering wird entlastet. 85 Millionen Euro Einnahmenentfall laut Asfinag. Damit könnte man wahrlich so manchem Obdachlosen ein Dach über dem Kopf finanzieren. Kein Wort von der Katholischen Aktion. Diese Zeilen sollen zum Nachdenken anregen und hilfreich sein und wieder den Blick über den Tellerrand hinaus zu senken

Mit vorweihnachtlichem Gruß