WLS-Generalsekretär Kittl: Mehr Ratio, Weitsicht und Mut für die Tourismusöffnung

Chrstian Kittl
Kittl: Eintrittstests treiben Fallzahlen künstlich in die Höhe

Salzburg, 01.03.2021

„Selbst nach einem Jahr Corona-Pandemie ist klar, dass niemand krank werden will. Es ist unzweifelhaft, dass COVID-19 eine Erkrankung ist, die leichte bis sehr schwere Verläufe herruft, wobei die Maßnahmen zu deren Bekämpfung bis jetzt vor allem wirtschaftlich massive Schäden verursacht haben“, sagte WLS-Generalsekretär Christian Kittl.

Nach intensiver Beobachtung sei festzustellen, dass die Intensivbettenkapazität und das Gesundheitssystem nicht gefährdet wären. Die Inzidenz sei in den vergangenen Wochen nicht höher als zwischen 200 und 250 gelegen und habe das Gesundheitssystem zu keiner Zeit überlastet.

Kittl dazu: „Der von der Regierung vorgegebene Inzidenzwert von 50 ist viel zu niedrig und hat viel zu viel überschießende Maßnahmen hervorgebracht. Dieser künstliche Zielwert wird nicht nur hierzulande von zahlreichen Ärzten vehement kritisiert. Weiter ist die Parole „Testen, testen, testen“ mehr als fragwürdig. Die Testung von 1,3 Millionen Schülern brachte 500 positive Ergebnisse oder 0,038 Prozent. Mit dem für den Tourismus geforderten Eintrittstest würden ohne Bezugspunkt erneut die Fallzahlen positiver Ergebnisse in die Höhe geschraubt.“

Das vordringlichste Ziel – der Schutz der Alten und Kranken, sei der Bundesregierung bis dato nicht gelungen. Die Öffnung für Gastronomie, Hotellerie und Veranstalter habe mit deren Schutz nichts zu tun, weil diese Personengruppe ohnedies an diesem Teil des öffentlichen Lebens nicht teilnehme oder von sich aus in Eigenverantwortung verzichten könne, ohne einen der wichtigsten Wirtschaftszweige das Arbeiten gänzlich zu verbieten.

„Die Konzepte in der gesamten Tourismusbranche, die bis in den Herbst gültig waren, haben gepasst und gezeigt, dass es hierbei zu keinen Clusterbildungen oder einem Anstieg der Fallzahlen gekommen ist. Die Regierung hat bis jetzt jede vernünftige Maßnahme und Vorbereitung zum Schutz der vulnerablen Gruppen unterlassen. Daher fordern wir hiermit endlich zu beginnen und die gesamte Tourismusbranche ohne Eintrittstests zu öffnen. Mehr Ratio, Weitsicht und Mut sind das Gebot der Stunde, damit wir aus der Zwangsschließung heraustreten und die gesamte Wirtschaft wieder in Schwung kommt“, forderte WLS-Generalsekretär Komm. Rat Christian Kittl.